Nettolohnoptimierung

Nettolohnoptimierung ist zur Zeit ein großes Thema. Eine große finanzielle Belastung sind im Alltag, fast jedes Arbeitnehmers, die Lohnsteuer und die Beiträge zur Sozialversicherung.
In diesen Bereichen lässt sich, ganz legal, eine Menge Geld sparen. Das eigene Nettogehalt zu optimieren und am Tag der Gehaltszahlung einfach ein paar Euro mehr in der Tasche zu haben. Dafür gibt es verschiedene Wege. Von persönlichen steuerlichen Veränderungen bis hin zu Goodies, die man vom Arbeitgeber bekommt.
Die Beiträge, die ich zu den Themen verfasst habe, kamen gut an. Da es sich um ein sehr umfangreiches Thema, mit viel Möglichkeiten handelt, gibt es die Informationen aus den Beiträgen jetzt gebündelt auf dieser Themenseite. Alles rund um das Thema Nettolohnoptimierung. Ich werde mir Mühe geben, diese Seite aktuell zu halten :)
Die Beiträge sind nach Art der Optimierung zusammengefasst. So gibt es jeweils einen Artikel für Mobilität, Goodies und die persönliche steuerliche Optimierung.

Zusätzlich gibt es noch einen Beitrag der die Änderungen, die es dieses Jahr gibt, zusammenfasst.

Inhaltsverzeichnis:

Was bedeutet Nettolohnoptimierung?

Nettolohnoptimierung bedeutet mehr Netto von seinem Bruttolohn bzw. Gehalt zu behalten. Es gibt dafür einige interessante Möglichkeiten, die Vielen vielleicht gar nicht bekannt sind. Sowohl Arbeitgebern, als auch Arbeitnehmern werden einige Wege zur Verfügung gestellt. Dem Arbeitgeber ergeben sich so Möglichkeiten seine Mitarbeiter zu motivieren und zu belohnen. Das Ziel ist es, dass der Arbeitnehmer am Monatsende mehr Netto auf seinem Konto vorfindet, oder geldwerte Vorteile hat, die Kosten einsparen können. Über diesen Weg soll dann mehr Geld in der Tasche bleiben. Und nicht nur der Arbeitnehmer spart dabei, sonder ebenso der Arbeitgeber.

Bausteine der Nettolohnoptimierung

Die Nettolohnoptimierung kann viele verschiedene Bereiche betreffen. So kann der Arbeitgeber bei der Kinderbetreuung unterstützen, einen Firmenwagen stellen oder zum Beispiel Gutscheine ausstellen.
Die verschiedenen Möglichkeiten der Nettolohnoptimierung habe ich in den unten aufgeführten Artikeln behandelt.
Da sich das Thema Nettolohnoptimierung durch neue Regelungen und Gesetze ständig ändert, findest du Aktualisierungen die stattgefunden haben, am Ende dieser Seite.

Wie funktioniert das Ganze?

Anhand von Beispielen lassen sich Sachverhalte immer noch am einfachsten veranschaulichen: Dem Arbeitnehmer wird eine Gehaltserhöhung in Aussicht gestellt. Nehmen wir mal an das sind 100 Euro Brutto. Bekommt der Arbeitnehmer diese 100 Euro jetzt monatlich einfach brutto auf sein Gehalt obendrauf, geht ein großer Anteil dieser Gehaltserhöhung direkt als Abgaben in Form von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen verloren. „Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand Anderer“ :)
Alternativ zu den 100 Euro wäre hier vielleicht auch eine Bruttogehaltserhöhung von 56 Euro + 44 Euro Kinogutschein (oder ein anderer Gutschein, der die Anforderungen erfüllt) monatlich denkbar. Der 44 Euro Gutschein in diesem Beispiel könnte steuerfrei sein (je nach persönlicher steuerlicher Situation und bereits gewährten Benefits).
So müssten nur auf die 56 Euro Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden.
Da es nicht für Jeden Sinn macht monatlich einen 44 Euro Kinogutschein zu bekommen, gibt es auch noch viele weitere Möglichkeiten für Gutscheine.

Nettolohnoptimierung und die Nachteile für Arbeitnehmer

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Nettolohnoptimierung bietet viele Möglichkeiten Mitarbeiter zu belohnen und zu motivieren. Wer freut sich nicht über einen 44 Euro Gutschein? Die Nachteile, die bei der Nettolohnoptimierung für Arbeitnehmer auftauchen können, sind im Groben die der geringeren Einzahlung im Sozialversicherungssystem.
Im Speziellen sind das die Beiträge zur Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Krankenversicherung.
Bei der Rentenversicherung ist die Auswirkung eigentlich ganz logisch. Durch die geringeren Sozialabgaben sinkt natürlich auch der Anspruch auf Rente bei der Rentenversicherung.
Wie hoch diese Einbuße im Einzelnen ist, ist bei der Rentenversicherung für mich schwer auszurechnen. Aber man kann sicherlich Mal bei der Deutschen Rentenversicherung nachfragen.

Nettolohnoptimierung Rechenbeispiel

Nehmen wir an, ein Arbeitnehmer verdient 2000 Euro monatlich und kann eine Gehaltserhöhung von 100 Euro für sich herausholen. Hat der Arbeitnehmer (30 Jahre alt, ledig keine Kinder, zahlt keine Kirchensteuer und ist mit dem Standardbeitragssatz bei den Krankenkassen versichert) bekommt ca. 1.416,99 € netto heraus (damit hat er also 583,01€ Abgaben im Monat).
Bei einer Gehaltserhöhung von 100 Euro, blieben dem Arbeitnehmer 1.474,01 € übrig. Das wären Abgaben in Höhe von 625,99 Euro.
Von den 100 Euro blieben in diesem Beispiel also nur 57,02 Euro übrig. Mehr als enttäuschend.
Nehmen wir jetzt einen 40 Euro Gutschein mit in unser Beispiel auf (Warum 40 Euro erkläre ich weiter unten). Dabei würde der Arbeitnehmer dann den besagten 44 (40) Euro Gutschein erhalten, plus 60 Euro Bruttogehaltserhöhung.
Dabei blieben dem Arbeitnehmer nach Abzügen 1.451,25 € Nettogehalt plus der 40 Euro Gutschein.
Das wären dann 1491,25 Euro und damit 17,24 Euro mehr als im Vergleich mit der vollen Gehaltserhöhung. Besonders bei geringen Einkommen können diese 17,24 Euro sich wirklich bemerkbar machen.
Nettolohnoptimierung Rechenbeispiel

Anbieter für Gehaltsoptimierung

Für Nettolohnoptimierung wird im klassischen Sinne kein Anbieter benötigt, da es sich in den meisten Fällen einfach um Absprachen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer handelt. Diese schriftlich festzuhalten, ist auf jeden Fall für beide Seiten sinnvoll.
Es gibt aber auf diesem Gebiet, wie auf vielen anderen Gebieten, mittlerweile auch Anbieter, die die Verwaltung der “Nettolohnoptimierung” vornehmen. Zum Beispiel kümmern sich diese um die Aufladung und Versand von Gutscheinkarten, die Abrechnung von Tankgutscheinen oder stehen auch bei der Beantwortung von steuerlichen Fragen in diesem Bezug hilfreich zur Seite.
Dabei sind diese Services nicht nur für große Kunden ausgelegt. Es kann sich auch schon als kleiner Betrieb lohnen einen Dienstleister ins Boot zu holen. So kann man sich jede Menge Zeit und Arbeit mit diesem Thema sparen.

Warum nur 40 Euro Gutschein, bei 44 Euro Freigrenze?

In dem Rechenbeispiel weiter oben habe ich bereits erwähnt, dass man, obwohl die Freigrenze bei 44 Euro liegt, nur einen 40 Euro Gutschein ausgeben sollte. Das liegt darin begründet, weil es sich um eine Freigrenze handelt. Das heißt, wenn diese um nur einen Cent überschritten wird, der gesamte Betrag plötzlich steuer- und sozialversicherungspflichtig wird. Nehmen wir zum Beispiel an, du lädst den Akku deines Handys in der Firma. Dann hast du damit einen Geldwerten Vorteil. Dieser zählt zu der Freigrenze dazu und schon bist du über die 44 Euro gekommen, wenn dein Gutschein über 44 Euro ausgestellt wurde. Das gleiche gilt, wenn du zum Beispiel das Firmen W-Lan verwendest. Aus diesem Grund ist man mit einem Gutschein über 40 Euro auf der sichereren Seite. Und die 4 Euro Unterschied machen dich ja auch nicht ärmer oder reicher.

Warum sollte mein Chef das machen?

Für den Arbeitgeber kann sich der Vorteil ergeben, dass die Sachleistungen die dem Arbeitnehmer gewährt werden Lohnnebenkosten frei gezahlt werden. Der Chef spart also Geld im Vergleich zu einer direkten Gehaltserhöhung. Außerdem kann man Mitarbeiter so belohnen und motivieren. Wer freut sich nicht über ein kleines Extra hier und da, das man vom Chef bekommt.

Änderungen 2020

Aktuelles zur Nettolohnoptimierung
Im Jahr 2020 gab es einige Änderungen zur Nettolohnoptimierung. Die aktuellen Änderungen habe ich in folgendem Artikel zusammengefasst.

Aktuelle Beiträge zur Nettolohnoptimierung

Nettolohnoptimierung - mehr Netto vom Brutto - Individuell
Nettolohnoptimierung - mehr Netto vom Brutto - Goodies
Nettolohnoptimierung - mehr Netto vom Brutto - Mobilität

Trotz sorgfältiger Recherche kann ich keinerlei Haftung für die beschriebenen Möglichkeiten der Nettolohnoptimierung übernehmen.
Insbesondere steuerliche Aspekte sind immer Einzelfallabhängig und sollten stets mit einer fachkundigen Person besprochen werden. Dies kann zum Beispiel dein Steuerberater sein.
Für Fragen zu Gehaltsabrechnungen und Möglichkeiten der Bezuschussung von bestimmten Leistungen und Zuwendungen kann dir deine Personalabteilung, der Chef oder die Lohnbuchhaltung Auskünfte geben.