Sparen für Kinder - Investition in die Zukunft

Sparen für Kinder – Investition in die Zukunft

Sparen für Kinder sollte so früh wie möglich begonnen werden. Es ist eigentlich ganz einleuchtend. Wer früher anfängt zu sparen, kann früher aufhören zu arbeiten.
Auch kleines Sparen und Anlegen in jungen Jahren erleichtert „das Verrenten“ unglaublich.
Wäre ich jetzt in der Situation, dass ich Vater werden würde, würde ich direkt einen kleinen Betrag monatlich auf ein separates Konto einzahlen. Das Geld würde ich dann diversifiziert in verschiedene ETFs anlegen. Unter Umständen würde ich auch noch in ein paar wenige Einzelaktien investieren. So würde zwar nicht “der frühe Vogel”(in dem Fall das Kind) sparen, sondern ich für das Kind. Aber das Ergebnis bleibt das Gleiche.

Hinweis: In den folgenden Berechnung sind weder die Inflation, veränderte Werte in der Rendite, noch Steuern berücksichtigt. Es dient lediglich der Veranschaulichung, mit welchen Werten man rechnen kann, wenn man sich den Zinseszins und kontinuierliches Sparen bzw. eine Einmal-Investition zu Nutze macht.
Die Möglichkeit eines Totalverlustes sollte auf jeden Fall auch nicht außer acht gelassen werden, wenn man das Geld in Finanzprodukte investiert.

Inhaltsverzeichnis:

Die Zeit ist dein Freund

Im Falle der Geldanlage und des Sparens ist die Zeit dein Freund. Die Zinsen (und vor allem die Zinseszinsen) machen es möglich auch mit kleinen monatlichen Beträgen über die Zeit ein Vermögen aufzubauen. Wer da früh anfängt, kann es sich mit etwas Glück auch weit vor Renteneintrittsalter bereits an einem Ort seiner Wahl gemütlich machen. Ohne den Druck zu haben arbeiten zu müssen. Was kann man sich mehr für den Nachwuchs wünschen, als das Wunschleben zu führen. Vielleicht um Gutes in der eigenen Stadt zu tun, surfen zu gehen in Bali oder doch regulär arbeiten zu gehen? Es wäre doch toll, wenn das Kind selbst entscheiden kann, wie es die Zeit verbringt und es sein Leben nicht durch einen Job diktiert bekommt.

Der Staat hilft beim Sparen

In Deutschland wird man beim Sparen tatsächlich noch unterstützt. Ich rede nicht von Baukindergeld oder anderen eher komplizierten Methoden um Förderungen zu erhalten. Ich spreche von dem ganz normalen Kindergeld.
Für die ersten beiden Kinder beträgt das monatliche Kindergeld jeweils! 204 Euro. Wahnsinn! Wer es sich leisten kann, sparsam ist und an die Zukunft denkt, kann dieses Geld direkt für den Nachwuchs zur Seite legen. So ist der Start für das Kind einfacher.
Bis das Kind 18 Jahre alt ist hat man so schon 44.064 Euro angespart. Und hier sind die Zinsen nicht einmal mit eingerechnet. Bei angenommen 5% Zinsen bzw. Rendite sind das in 18 Jahren schon über 70.000 Euro. Zahlt man nach 18 Jahren nichts mehr ein, aber lässt das Kapital weiterhin mit den gleichen Zinsen weitere sieben Jahre liegen, hat man schon eine Summe von 98.000 Euro.
Läuft es ganz hervorragend und man (oder die Großeltern bzw. auch das “Kind” selbst) spart weiterhin den gleichen Betrag von 204 Euro monatlich hat man nach 25 Jahren eine Summe von rund 120.000 Euro.
Die monatliche Einzahlung der 204 Euro könnte man zum Beispiel über einen Wertpapiersparplan auf einen ETF abwickeln. Hier ist es natürlich wichtig sich vorher genau über das Anlageprodukt zu informieren. Im Internet gibt es zahlreiche Informationsquellen zum Thema ETF. Auch der Bankberater wird einem gerne hilfreich zur Seite stehen.

Kindergeld für das Kind anlegen

Einmalanlage für Kinder

Nicht selten kommt es vor, dass Eltern für das Kind von Freunden und Verwandten Geschenke zur Geburt bekommen. Da wäre zum Beispiel das klassische Sparbuch, das die stolzen Großeltern überreichen. Ob das Sparbuch heute noch die beste Anlageart ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde es nicht mehr verwenden. Bei den zur Zeit angewendeten Zinssätzen wird das Geld entweder direkt weniger (durch den Negativzins) oder indirekt durch die Inflation. Ein Zinssatz auf Sparguthaben, der interessant wäre, ist mir nicht bekannt. Vielleicht kannst du es dir auch einfach selbst leisten eine Einmalanlage für dein Kind zu tätigen.
Ich persönlich würde mir bzw. dem Kind einen thesaurierenden ETF suchen und das Geld dort anlegen.
Lassen wir die Steuern und eventuelle Kosten für den ETF einmal außen vor (da diese Werte immer von der persönlichen Situation abhängen), kommt man bei einer Einmalanlage und einem Zinssatz von 5% nach 18 Jahren auf über 24.000 Euro. Ja richtig! Aus einer Investition von 10.000 Euro können so über die Zeit 24.000 Euro werden.

Einmalanlage Investition für Kind

Meine Tipps um Geld für die Kinder anzusparen:

Geschenke für die Kinder zur Seite legen

Wer schon die ganze Kinderausstattung hat und nicht den zwölften Pullover, das 17te Babyspielzeug und den 19ten Schnuller braucht kann sich auch etwas Anderes für das Kind wünschen. Besonders in jungen Jahren des Nachwuchses könnten Freunde und Verwandte auf das Sparkonto des Kindes einen kleinen Betrag einzahlen. So wird kein unnützes Zeug gekauft, das nach wenigen Wochen oder Monaten entweder im Müll landet oder für wenig Geld weiter verkauft wird. Den Nachwuchs dürfte es in jungen Jahren (oder auch den ersten Monaten) nicht wirklich interessieren.

Die Kinder selbst zum Sparen ermutigen

Wenn die Kinder erstmal älter sind macht es auch Sinn sie selbst zum Sparen zu ermutigen. Man könnte zum Beispiel für jeden Euro, den das Kind spart, ebenfalls einen Euro für das Kind sparen. Auch das Einbeziehen des Kindes in den gesamten Spar- und Investmentvorgang halte ich für sinnvoll. Natürlich muss man es altersgerecht verpacken, aber wieso sollte man nicht schon früh damit anfangen, dem Kind finanzielle Bildung zukommen zu lassen.

Konsum reduzieren

Die wohl (theoretisch) einfachste Art Geld zu sparen: Nicht jedem Wunsch des Kindes nachzugeben. Ob es nun die Quengelware im Kassenbereich, ein Spielzeug oder Videospiel sind. Wer die Ausgaben reduziert und das entsprechende Geld lieber zur Seite legt, kann hier jede Menge über die Zeit ansparen.
Wie bereits geschrieben…theoretisch. Praktisch dürfte sich das Ganze mit Kindern natürlich um einiges schwieriger gestalten. Man kann ja auch nicht immer Nein sagen. Aber auch kleine Sparsummen können auf Dauer einen gewaltigen Unterschied machen. Vielleicht kann man die Kinder so allerdings auch etwas zur Bescheidenheit erziehen.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten um den Einen oder Anderen Euro zu sparen. In meinem Artikel 10 Spartipps für Anfänger zeige ich einfache Möglichkeiten um Geld für die Investition in die Zukunft deiner Kinder zur Seite zu legen.

Fazit

Wer frühzeitig anfängt und eine Möglichkeit findet eine entsprechende Rendite bzw. Zinsen zu bekommen, kann alleine durch den Faktor Zeit schon einiges für seinen Nachwuchs ansparen.

Wenn man dann noch zwischendurch Nein sagt bzw. das Kind auch beim Sparen hilft, steht einer etwas unbeschwerteren Zukunft des Nachwuchses nichts mehr Wege.

Dein reisparer