Sparen oder leben?

Sparen oder leben? – Lohnt es sich, das Leben auf später zu verschieben?

Sparen oder leben? Diese Frage kann sich schon Mal stellen, wenn man eifrig am Sparen und Investieren ist. Wer immer nur spart, spart, spart verliert früher oder später vermutlich auch mal die Motivation. Das kann zur Folge haben, dass man irgendwann den Punkt erreicht, an dem man für Sinnloses sein hart erspartes Geld ausgibt. „Glücklich kaufen“ kennt vermutlich jeder. Entweder, weil man selbst dazu neigt oder es im Bekanntenkreis sieht. Jedes Wochenende sieht man Menschen mit unzähligen Einkaufstaschen voll mit Klamotten und Krempel in den Einkaufszentren und Innenstädten.

Man sollte genau abwägen, was man sich neben dem Sparen gönnt und was nicht.
Beispiele für Dinge, bei denen man meiner Meinung nach lieber Nein sagen sollte:

Neue (unnötige) Klamotten und Schuhe
Neue (unnötige) Elektroartikel wie Handy oder Spielkonsole
Süßkram und andere Lebensmittel, die nicht unbedingt notwendig sind
Feiern gehen, wenn es keinen Anlass gibt
Ins Kino gehen, wenn es nur zum Zeitvertreib ist und man den Film gar nicht unbedingt gucken möchte
Essen gehen, nur weil man Langeweile hat

Pro & Contra

Ein guter Trick ist es sich eine Pro und Contra Liste zu den Ausgaben zu machen. Schreib also auf, welche Vor- und Nachteile du hast, wenn du dir beispielsweise das neue Handy gönnst.
Wenn du natürlich von der Arbeit gestresst bist und vielleicht in eine Winterdepression rutschst kann es sogar vorteilhaft sein, dass du dir einen Kurzurlaub in der Sonne gönnst. Das lädt die Batterien wieder auf und steigert deine Motivation.
Man muss und sollte auch nicht immer auf einen netten Abend mit Freunden verzichten. Dabei könnte man aber zum Beispiel einen Spieleabend oder ein gemeinsames Kochen zu Hause vorschlagen. Das spart Geld und ist auch viel geselliger.
Auch auf neue Schuhe musst du selbstverständlich nicht verzichten, wenn deine alten kaputt sind und im Schrank nicht noch 12 andere Paare stehen.

Spaßgeld – was für Geld?

Geld zu finden, das man guten Gewissens für Spaß ausgeben kann, ist nicht immer leicht. Besonders, wenn man voll im Sparmodus ist und so viel wie möglich sparen will, um seinem Ziel näher zu kommen.
Ich habe folgenden Trick, falls du dir unsicher bist, wieviel du für Spaß ausgeben kannst.
Vor vielen Jahren, als ich aufgehört habe zu rauchen, habe ich mir einen Spartopf angeschafft. In diesen habe ich das Geld gespart, das ich durch das Aufhören monatlich gespart habe.
Das waren in meinem Fall um die 150 Euro. Ich habe also jeden Monat, direkt als es Gehalt gab, diese 150 Euro in meinen Spartopf gespart. Dieses Geld habe ich dann in „Spaßgeld“ umbenannt und nur für Dinge ausgegeben, die ich mir gönnen wollte.
Wenn du einen Posten hast, den du dir am Besten sparen solltest, kannst du das eingesparte Geld auch zu „Spaßgeld“ umfunktionieren. Als Beispiel fällt mir dazu ein:

Rauchen
Teurer Handyvertrag
Alkohol trinken
Fastfood

Das praktische bei diesem Trick ist, dass das Geld ja vor der Umstellung auch schon nicht zur Verfügung stand. Das heißt, du vermisst es auch nicht im Portemonnaie. Und zusätzlich hast du einen genauen Überblick, wieviel Geld du monatlich für deinen Spaß ausgibst.
Besonders gut kann man unnötige Ausgaben einsparen, bei Dingen, die zusätzlich noch ungesund sind. Also wie oben geschrieben zum Beispiel Zigaretten, Alkohol, Fast Food und Süßigkeiten. Wenn du was von deinem Ersparten haben willst, brauchst du neben gesunden Finanzen auch einen gesunden Körper. Hier kannst du auch Mal anfangen ein Haushaltsbuch zu führen. Du wirst erstaunt sein, wie hoch dein Einsparpotential ist. Denn die Dinge die man sich beim Einkaufen „gönnt“ sind häufig auch die teuersten Positionen beim Einkaufen.

Extraeinnahmen für Konsum

Wenn du Extraeinnahmen, wie zum Beispiel durch den Verkauf von alten DVDs, hast kannst du diese auch in dein Spaßgeld fließen lassen. So kannst du auch, wenn du nicht das ganze Geld jeden Monat ausgibst, dir einen größeren Wunsch erfüllen. So ist nach kurzer Zeit, ohne Verzicht, vielleicht ein Urlaub oder eine neue Spielkonsole drin.

Wenn du eine große monatliche Summe zusammen bekommst, die du als dein Spaßgeld nutzen kannst, macht es vermutlich Sinn einen Teil dieses Geldes zur Seite zu legen. Du kannst damit deinen Notgroschen aufbauen oder auch das Geld investieren. So kannst du dir vielleicht ein kleines passives Einkommen aufbauen und/oder sogar was für das Alter weglegen.

Fazit

Sparen und leben schließt sich natürlich nicht aus und man kann nicht immer verzichten. Man lebt nur einmal und man sollte sein Leben schließlich auch genießen. Der Punkt ist meiner Meinung nach, den Konsum einfach zu überdenken und damit dann auch einzuschränken und nicht das dritte Paar unnötige Schuhe oder auch bergeweise Süßigkeiten beim Wochenendeinkauf zu holen.
Sport kann ja auch Mal eine nette Alternative sein, um sich gut zu fühlen. Und dürfte in den meisten Fällen auch noch viel gesünder sein.

Dein reisparer